StVO
Heutzutage geht alles so schönschnell und flexibel. Die U-Bahn kommt alle 3 Minuten, mit der Autobahn komme ich viel schneller auf meiner Strecke voran, als auf der Landstraße, und Apps wie Handyparken erlauben einem einfach so viel mehr Flexibilität bei der Parkplatzwahl, als nur das Parkpickerl für den eigenen Bezirk.
Und trotzdem fühlt es sich so an, als würde man in Wien andauernd Parkplatz suchen. An jeder Ecke wird darum gebeten, eine Ausfahrt Tag und Nacht freizuhalten, und findet man tatsächlich mal Platz, darf man es sich nicht zu gemütlich machen, bevor man nach kurzer Zeit offiziell wieder umparken muss.
Aber wer macht das schon?
Und was ist schon offiziell?
Unsere Beziehungen auf jeden Fall nicht.
Wer kennt sich schon aus in der Situationship-Verkehrsordnung?
Sollten wir mal darüber sprechen wo wir eigentlich hinwollen, oder können wir unsere Fahrt dann nicht mehr genießen?
Wer sagt dir, wie lange du bleiben darfst?
Weißt du überhaupt, wie lange du bleiben willst?
Warum denn auch mit einem einzelnen Parkplatz zufriedengeben?
Es könnte ja ein besserer frei werden
FIONA BELLA IMNITZER TEXT + BILD